Unser Glossar

Dendritische Zellen

Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems. Sie sind nach ihren typischen Bäumchen-artigen Cytoplasma-Ausläufern (von lateinisch dendriticus "verzweigt") benannt. Dendritische Zellen haben eine wichtige Funktion in der Immunabwehr. Krebs entsteht, wenn es den Krebszellen gelingt das Immunsystem so zu täuschen, dass es zu keiner ausreichenden Bekämpfung der Krebszellen durch die eigenen Immunzellen kommt. Eine klassische Therapie ist daher nur dann erfolgreich, wenn das Immunsystem diese Funktion nach der Chemo- bzw. Strahlentherapie wieder übernimmt. Nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft sind die Hauptvermittler dieser Immunabwehr die dendritischen Zellen, die das Immunsystem stimulieren, um den Tumor zu zerstören.
Dendritische Zellen werden in experimentellen Studien dazu benutzt, um gegen bereits vorhandene Tumore zu "impfen". Dabei werden isolierte dendritische Zellen mit Tumorantigenen beladen, mittels Cytokinen stimuliert und dem Patienten zurücktransfundiert. Die dendritischen Zellen sollen dem Immunsystem den bereits im Körper vorhandenen, aber meist vom Immunsystem nicht erkannten oder nicht bekämpften Tumor zeigen und damit die Immunabwehr auf den Tumor "hetzen“.

Disseminierende Tumorzellen

Disseminierende Tumorzellen (DTCs) sind im peripheren Blut zirkulierende Krebszellen, mit deren Nachweis bösartige Erkrankungen relativ früh erkannt werden können Sie werden mittels Monitoring überwacht und geben so Auskunft, welche Tumore vorhanden sind und helfen bei der Verlaufskontrolle der Zelltherapie.

Leukapherese (Zellsammlung)

Die Leukapherese ist meist der Startpunkt einer Therapie mit dendritischen Zellen. Zur optimalen Gewinnung einer ausreichenden Anzahl an Vorläuferzellen erfolgt die Sammlung dendritischer Vorläuferzellen aus dem Blut mittels eines speziellen Zellsammelgerätes (Zellseparator). Die Technik der automatischen Zellsammlung mittels Zellseparatoren ist ein etabliertes medizinisches Verfahren und wird weltweit zur Gewinnung spezifischer Blutbestandteile eingesetzt.

Zur Sammlung wird mittels einer Kanüle Blut über eine Vene am Arm entnommen und in einen Zellseparator geleitet. Dort wird das Blut durch Zentrifugation aufgetrennt und die mononukleären Zellen gesammelt, alle anderen Blutbestandteile werden über eine Vene des anderen Armes zurückgeleitet. Bei schlechten Venenverhältnissen wird die Zellsammlung über einen zentralen Venenkatheter durchgeführt.

Aus Komfortgründen liegt der Patient während der eigentlichen Zellsammlung im Bett. Die Zellsammlung wird kontinuierlich medizinisch als auch von einem speziell ausgebildeten Operator überwacht. Die Zellentnahme erfolgt ambulant. Die Zellsammlung dauert zwischen drei und maximal sechs Stunden.

Monitoring

Monitoring ist ein Überbegriff für alle Arten der unmittelbaren systematischen Erfassung, Beobachtung oder Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses mittels technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme. Die Funktion des Monitorings besteht darin, bei einem beobachteten Ablauf bzw. Prozess steuernd einzugreifen, sofern dieser nicht den gewünschten Verlauf nimmt bzw. bestimmte Schwellwerte unter- bzw. überschritten sind. Das von MedVital angebotene DTCs Monitoring, dient dazu den Grad der Metastasierung eines Patienten zu bestimmen. (siehe DTCs Monitoring)

Zelltherapie

Die Zelltherapie ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie eröffnet bei vielen Krankheiten erstmals die Möglichkeit für eine ursächliche und nicht nur symptomatische Behandlung. Derzeit wird weltweit daran geforscht, um die Wirksamkeit dieser Therapie einerseits nachzuweisen und sie andererseits genauer zu kennen.
Man versteht unter Zelltherapie die Behandlung von Patienten mit lebenden Zellen, die außerhalb des Körpers präpariert und anschließend zurückgeimpft werden, um dort die kranken Zellen zu ersetzen oder durch neue, voll funktionsfähige Zellen zu unterstützen und so die Krankheit zu lindern oder zu heilen.
Die Zelltherapie mit dendritischen Zellen, die von der MedVital angeboten wird, basiert auf der Gewinnung von Vorläuferzellen aus dem peripheren Blut des Patienten, aus denen anschließend durch Reifung dendritische Zellen gemacht werden. Diese werden „zurückgeimpft“ und sollen die Abwehrreaktion des Körpers wieder aktivieren. So wird das körpereigene Abwehrsystem zur Beseitigung des Krebses herangezogen. Durch die Behandlung besteht die Hoffnung, das Immunsystem so zu aktivieren, dass der Körper die Chance erhält Krebszellen selbst zu vernichten. Die Aufbereitung der Impfungen erfolgt in einem für die Zelltherapie autorisierten GMP-Labor in Krems, daher entsprechen die hier angebotenen Impfungen den selben Anforderungen (bzgl. Reinheit der Stoffe etc.) wie jedes andere pharmazeutische Produkt.